Seit ihrer Gründung im Jahre 1994 ist die ARUG der führende zivilgesellschaftliche Träger im Bereich der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit im Themenfeld Rechtsextremismus in Niedersachsen. Der Fokus unserer Tätigkeit liegt zum einen auf der Distanzierungsarbeit mit der Zielgruppe „gefährdeter“ oder rechtsaffiner Jugendlicher, zum anderen aber auch auf der Begleitung von Aktivisten und Kadern in ihrem Ausstiegsvorhaben. Dabei ist eine gemeinsame Fallbearbeitung mit staatlichen Aussteigerprogrammen aus Niedersachsen durchaus möglich, sofern dies für die jeweilige Sachlage gewünscht ist und sinnvoll erscheint. Auch die Qualifikation und Beratung von Multiplikator*innen ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der ARUG, um bspw. Zugänge zu den Betroffenen zu erlangen und deren Ausstiegsmotivation zu fördern. Im Bereich der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit hält die ARUG weiterhin Unterstützung bei der Erarbeitung von Strategien in konkreten Situationen, Vorbereitung von Gesprächssituationen und Gesprächsstrategien sowie Qualifizierung und Fortbildung in den Bereichen der Erstansprache und Kurzintervention vor.

Aus der Praxis der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit lassen sich in den individuellen biographischen Verläufen der Betroffenen häufig wiederkehrende (Zug-)Faktoren ablesen, die vor allem für jugendliche Personen Gründe darstellen, sich rechtsextremen Szenezusammenhängen anzuschließen. Die Wirksamkeit dieser Faktoren geht einher mit der wahrnehmbaren Veränderung hinsichtlich des Verhaltens, Lebensstils und Einstellung des Jugendlichen. Die ARUG fokussiert sich im Bereich der Einstiegsprävention dementsprechend auf eine frühe, systematische und spezifische Arbeit mit dem sozialen Umfeld der Betroffenen. In diesem Zusammenhang werden Beratungsangebote zur Verfügung gestellt, die sowohl Familien durch Ausbau ihrer Handlungsfähigkeit und Handlungssicherheit stärken, als auch Zugänge zu den Betroffenen selbst suchen und herstellen mit dem Ziel einer direkten Beziehungsarbeit.

Im „Nordverbund Ausstieg Rechts“, einem Zusammenschluss von zivilgesellschaftlichen Aussteigerprogrammen in Norddeutschland, ist die ARUG für Niedersachsen aktiv und hat darüber hinaus sowohl coachende, als auch organisierende Funktion. Außerdem ist sie Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg e.V.“, dem bundesweiten Dachverband der zivilgesellschaftlichen Ausstiegsprojekte.“

Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt

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